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Die ARD-Kultur-Doku “Name me DJ” gibt einen Einblick in die Lebenswelt weiblicher DJs – Kultur

Weibliche DJs with out festivals and events immer noch unterreprsentiert. Die Doku “Name me DJ” in der ARD-Kultur-Mediathek will das ndern – und lsst Frauen in der Szene zu Wort kommen.

Die schnsten, schrillsten und spannendsten Seiten des Lebens – diese will die neue Mediathek der ARD Kultur abdecken, die Ende Oktober an den Begin gegangen ist. Mit dabei sind Eigenproduktionen und Kulturformate der ARD, darunter etwa die Doku-Reihe “Dance across the World” mit Besuchen bei den besten Tanzkompagnien der Welt, Kulturpodcasts oder die Miniseries “Past Trend” zu Mode als Ausdruck der Identitt. Die ARD Kultur zeigt auerdem “Apps, die uns schtig machen”, geht in “Ich sehe was, das du nicht siehst” mit den unterschiedlichsten Menschen ins Museum und bietet Kammerkonzerte, Bands und ganze Filme. Eine der Eigenproduktionen ist “Name me DJ” – eine sehenswerte Dokumentation zu Frauen in der DJ-Szene.

Zoom in die bunte Technowelt – und auf die Frauen an den Turntables

Jede der fnf Folgen beginnt hnlich: Strobolicht, funkelnde Outfits, der Bass wummert. Zack, ist man mitten auf dem Technofestival. Der Kopf beginnt im Takt mitzunicken. Die Menge tanzt, hpft, hebt die Hnde. Und ganz vorne, leicht erhht auf dem DJ-Pult steht eine Frau mit Kopfhrern halb bers Ohr geklemmt. Ein relative seltenes Bild – denn weibliche DJs sind an den Turntables immer noch unterreprsentiert. Das will Rosanna Grter ndern: Sie ist die Regisseurin und Reporterin der Miniseries “Name me DJ”, she kommt aus der Schweiz und legt selbst auf. Zahlreiche bekannte DJs (damit sind in diesem Textual content immer Frauen gemeint) besucht sie auf Tour, im Studio, zuhause, bei den Eltern – und fngt dabei ganz unterschiedliche und interessante Blickwinkel ein.

Mit ihrer angenehmen Stimme erzhlt und kommentiert Grter die Geschichten aus der Technowelt. Unterteilt sind diese in die fnf Themenbereiche “Rampenlicht”, “Kreativitt”, “Enterprise”, “Beziehungen” und “Netzwerke”. Dabei geht es auch um Vorurteile: Sind in der Technoszene alle dauerhaft excessive? “Ich bin mit 27 quick gestorben, weil ich so viel Schnaps getrunken hab”, erzhlt DJ Pilocka Krach – seither lebt sie quick abstinent. Viele DJs, gerade solche, die das hauptberuflich machen, wrden sich gegen das Trinken und Drogen entscheiden, sagt Laura Aha, DJ und freie Journalistin. And in addition Marie Montexier, ein aufsteigender Stern amongst younger DJs, drinkt bewusst keinen Alkohol und treibt viel Sport.

Weibliche DJs werden oft nicht so ernst genommen wie ihre mnnlichen Kollegen

Unregelmige Arbeitszeiten, wenig Schlaf und stndiges Lampenfieber – wie man damit als DJ umgeht, darum geht es in der Serie genauso wie um die Frage, wie kreatives Arbeiten in der Technoszene funktioniert, warum viele Frauen als DJ noch weniger ernst genommen werden als Mnner, wie es mit dem Geld aussieht und wie sich das DJ-Leben mit dem Grnden einer Familie vereinbaren lsst.

Den Begriff “DJane” finden die meisten Protagonistinnen der Doku ziemlich daneben, denn viel zu oft werde man “zuerst als Frau und dann als DJ gesehen”, sagt Marie Montexier. Stigmatisierung, Sexismus – das ist fr viele Alltag. Und nicht zuletzt in der Folge “Netzwerk” geht es auch um sexualisierte Gewalt in der Technowelt. Denn die Szene ist noch nicht der Secure Area (Schutzraum), der sie gerne wre, und noch nicht so divers, wie viele denken. Doch sie blht auf und wandelt sich durch starke Frauen an den DJ-Pulten, die sich zusammentun und eigene Netzwerke grnden, statt sich als Konkurrentinnen zu sehen. Einschalten lohnt sich – selbst wenn man sich nur mal kurz in die bunte Technowelt beamen will.

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