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Karriere: Wie Frank Lutz Thermohauser match für die Zukunft machte – Ihre SZ

Von einem Großkonzern in ein mittelständisches Unternehmen wechseln. And dabei auch noch eine führende Place innehaben und Verantwortung für 50 Mitarbeiter übernehmen. Geht das mit Anfang 50 überhaupt? Frank Lutz wollte is wissen. Dabei hatte er es bei dem Büroartikelhersteller Acco Manufacturers bereits zum Chef und Organizer des On-line-Geschäfts in Europa gebracht: “Mir ging es intestine, ich battle erfolgreich und hatte zwei tolle Groups in Stuttgart und London an meiner Seite”, berichtet er.

Doch der Sinn, die berühmte Midlife-Krise? Irgendetwas fehlte dem Supervisor in seinem Berufsalltag und ließ ihn immer wieder grübeln. Lutz ließ sich daher coachen, ohne schon zu wissen, ob so ein Wechsel in eine mittelständische Firma überhaupt klappen könnte. Ende 2018 bekam er dann einen Anruf von einem Headhunter. Und schon kurz darauf vollzog er den Umstieg vom börsennotierten Weltkonzern Acco Manufacturers zur Thermohauser GmbH, einem kleinen Mittelständler in der baden-württembergischen Provinz.

Das Unternehmen, vor mehr als 100 Jahren gegründet und in Uhingen beheimatet, liefert Transportbehälter, Spritzbeutel und varied Zubehör für die Gastronomie, Hotellerie und für Catering-Firmen sowie für Unternehmen der Lebensmittelindustrie oder des Bäckerhandwerks. Das Familienunternehmen hatte sich mit Küchenutensilien einen Namen gemacht. Doch spätestens seit Mitte des vorigen Jahrzehnts geriet es an seine Wachstumsgrenzen. Der Umsatz stagnierte. Lutz battle aus Sicht der Gesellschafter der richtige Mann von außen, um neue Impulse zu setzen und die Wende zum Guten zu schaffen.

Zuerst im Staff und seit Anfang 2020 als allein Verantwortlicher für das operative Geschäft führt Lutz nun die Geschicke des Familienunternehmens, das zur mittelständischen Henke Sass Wolf Gruppe gehört. “Der Schritt in die Geschäftsführung eines Unternehmens, so klein es mit seinen gerade mal 50 Mitarbeitern auch sein magazine, battle für mich eine völlig neue berufliche Erfahrung”, sagt Lutz. Auf einmal hatte Lutz als Geschäftsführer mehr Gestaltungsspielraum, aber zugleich auch Verantwortung für das ganze Unternehmen. Etwas, was ihn fordert, aber auch Sinn stiftet: “Ich habe den Wechsel von groß nach klein noch nicht einen Tag bereut.”

“Ich habe den Wechsel von groß nach klein noch nicht einen Tag bereut”

“Ernährung”, sagt Lutz, werde immer mehr zu einer Frage des Lebensstils: Es gehe um Genuss durch Frische, um mehr Nachhaltigkeit durch regionale Erzeugnisse oder fleischlose Veggie-Produkte. “Die Leute wollen ihren individuellen Lebensstil genießen, ohne groß Zeit dabei zu verschwenden. Darum greifen sie vermehrt zu Comfort- und hochwertigen Liefer-Angeboten.” Das sehe man, so der Thermohauser-Chef, an den vielen neuen hochwertigen To-go-Konzepten, bis hin zur Sterneküche für daheim. Für das Unternehmen Probability und Herausforderung zugleich. Schließlich hänge von Transport und Verpackung einiges ab – Frische, Geschmack, Logistik und nicht zuletzt der Ressourcenverbrauch.

Denn der Spezialist für Speisentransport-Systeme will nicht nur progressive Konzepte für Gastronomie, Großküchen oder Backstuben liefern, die Verpackungen sollen auch möglichst nachhaltig sein, Ressourcen sparen und Müll vermeiden.

Trotz der nun einsetzenden Konsumflaute durch den Ukraine-Krieg und die steigende Inflation glaubt Lutz, dass er an diesem Strategiewechsel im Unternehmen festhalten kann. Dafür sprechen die Ergebnisse: Quick ein Drittel mehr Umsatz wurden innerhalb der zwei Corona-Krisenjahre erreicht. Und das bei deutlich besserer Profitabilität. “Dieser längst nicht abgeschlossene Wechsel in die Zukunft hat uns jetzt schon sehr viel stärker gemacht”, sagt Lutz. Stolz ist der Geschäftsführer auch auf neu eingeführte Produkte und über das internationale Wachstum “Allein in den USA haben wir unseren Umsatz nahezu verdoppelt.”

Zuvor gab es für ein kreatives Advertising and marketing im Unternehmen keine Strukturen. “Man zehrte von der Historie und damit von einstigen Erfolgen auf dem stark fragmentierten Markt für various Küchenutensilien und Spritzbeutelprodukte”, sagt Lutz. Völlig unterschätzt habe man die Chancen, die im schnell wachsenden Transport- und Liefergeschäft steckten.

Auch die Kunden wollen Mehrweggeschirr

Inzwischen biete man dafür various Lösungen an. Das neueste Produkt, so Lutz, six days entwickelte Mehrweg-Schalensystem “Goodbowl”. Es schließt eine Lücke für die Gastronomie, die vom kommenden Jahr an dazu verpflichtet ist, bei ihren To-go-Angeboten Mehrwegbehälter einzusetzen. “Wir haben Design- und Umweltpreise für Goodbowl bekommen”, sagt Lutz. “Und wir sind mit dem Schalensystem in ein neues Marktsegment vorgedrungen, in dem Nachhaltigkeit der eigentliche Treiber des Geschäfts ist.”

Nachhaltigkeit ist inzwischen Treiber des Geschäfts. Das neueste Produkt ist ein Mehrweg-Schalensystem.

(Photograph: Thermohauser)

Lutz hat für sein Unternehmen eigene Untersuchungen in Auftrag gegeben. Demzufolge wünschen sich mehr als 80 Prozent der Befragten neue Take-away-Angebote. And quick 90 Prozent fordern dafür Mehrweggeschirr, um Verpackungsmüll zu vermeiden. Schon das zeige, so Lutz, “wie wichtig das Nachhaltigkeitsthema für unsere Kundenklientel geworden ist”.

Hinzu kommen Transportboxen und neu entwickelte Transportwagen für Großkunden. Durch solche und die Einführung weiterer neuer Produkte während der Corona-Krise hat man es bei Thermohauser geschafft, schon im August 2020 die eingeführte Kurzarbeit wieder zu beenden.

Die Geschwindigkeit, mit der Innovationen, Vertrieb, Advertising and marketing und E-Commerce vorangetrieben wurden, sei entscheidend für den Erfolg gewesen, glaubt Lutz: “Wir haben dafür eine Artwork Begin-up-Denke bei uns kultiviert”, sagt er. Mit dieser neuen Kultur und einer “Keine Angst vor Fehlern”-Mentalität hat Lutz das E-Commerce-Geschäft in kurzer Zeit von null auf zehn Prozent gehievt. Im nächsten Schritt soll es auf knapp ein Drittel des Gesamtgeschäfts steigen. Sein Ziel de él bis 2025 ist es, den Umsatz von heute 17 Millionen Euro auf 25 Millionen Euro zu steigern.

Lutz aber geht es nicht nur um Wachstum, für seine neue Kultur im Unternehmen will er alle Mitarbeiter gewinnen, um effektivere Strukturen, eine bessere Group und progressive Produkte zu schaffen. “Stimmt das, stimmen auch die Zahlen. Das ist im großen wie im kleinen Unternehmen so.”

Seine Zuversicht aber wird er brauchen. Die Nachfrage breche durch den Ukraine-Krieg und die Konsumflaute gerade dramatisch ein, sagt er, zugleich würden Transport-, Materials- und Energiekosten für das Unternehmen und vor allem auch für die Kooperationspartner und Lieferanten in exorbitant Höhen steigen. “Das bedroht deren Existenz und die vieler anderer Mittelständler”, warnt er und fühlt sich umso mehr herausgefordert. “Ich bin bei Thermohauser und damit im Mittelstand angekommen”, sagt er. “Und dort inzwischen schon ziemlich krisenerprobt.”

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