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Verbote bei der Fußball-WM: 6 Regeln, die man bei einer Reise nach Katar beachten muss – Panorama

Deutsche Followers jubeln auf dem Flaggenplatz in Katars Hauptstadt Doha. Picture: dpa/Hassan Ammar


Harte Strafen für homosexuelle Handlungen, kein Alkohol in der Öffentlichkeit: In Katar gelten teilweise strenge Regeln. Die wichtigsten Punkte im Überblick.

Immer wieder hat Katar als Gastgeberland der Fußballweltmeisterschaft in den vergangenen Tagen und Wochen für Diskussionen gesorgt. Das Land gilt als sehr konservativ – das bringt Einschränkungen auch für jene mit sich, die zur WM dorthin reisen. Was gilt additionally for Followers in Qatar?

1. Einreise

Während der Weltmeisterschaft sind die Einreisebestimmungen für Katar anders als sonst: Ins Land kann – abgesehen von jenen, die dort fest leben – nur, wer eine sogenannte „Fan-ID“ hat, die Hayya-Card. Andere Visaverfahren und damit auch normale touristische Besuche sind zwischen dem 1. und dem 22. Dezember 2022 ausgesetzt, heißt es vom Auswärtigen Amt in Berlin.

Die Hayya-Card kann beantragen, wer ein WM-Ticket, die Bestätigung über eine Unterkunft sowie einen mindestens noch sechs Monate gültigen Reisepass vorweist. Ticketinhaber können dann noch maximal drei weitere Personen benennen, die eine Hayya-Card erhalten sollen. Die Erteilung der „Fan-ID“ kann einige Tage dauern. Wer sie erhält, bekommt per Mail auch eine Einreiseerlaubnis, die bei der Einreise zusammen mit der Hayya-Card vorgezeigt werden muss.

2. Datenschutz

Die Hayya-Card, die während der WM den Zutritt ins Land, aber auch in die Fußballstadien und zu öffentlichen Verkehrsmitteln gewährt, ist eigentlich nur über eine App nutzbar. Zudem sollten Reisende ab 18 laut dem Auswärtigen Amt auch die katarische Corona-Monitoring-App „Ehteraz“ installieren – sie wird beim Besuch von Gesundheitseinrichtungen benötigt. Fachleute äußerten zuletzt Bedenken hinsichtlich der beiden Apps: „Ich persönlich würde mein Helpful niemals nach Katar mitnehmen“, sagte vor Kurzem etwa der Sicherheitschef des Norwegischen Rundfunks NRK. Die Apps würden den katarischen Behörden umfassenden Zugriff gewähren, zum Beispiel auf den Standort, aber auch auf persönliche Informationen. Es sei dadurch sogar möglich, Einstellungen auf dem Helpful zu verändern und zu erkennen, wer sich in der Nähe aufgehalten habe. Auch das Auswärtige Amt warnt: „Auch der flächendeckende Einsatz von Videokameras im öffentlichen Raum und die biometrische Erfassung mittels Gesichtsscanner und Bildabgleich bei jeder Ein- und Ausreise“ sind obligatorisch.

3. Verhalten

In Qatar wird der Islam sehr streng ausgelegt. Das Auswärtige Amt rät deshalb: Reisende sollten in Katar „in der Öffentlichkeit, insbesondere in der Umgebung religiöser Einrichtungen, zurückhaltend auftreten“. Und sie sollen sich von eventuellen Demonstrationen oder Protestveranstaltungen fernhalten. Äußerungen zu Religionsfragen etwa könnten als Beleidigung des Islams oder des Propheten verstanden und streng geahndet werden.



Beleidigendes Verhalten ist ganz generell nicht erlaubt, das gilt etwa auch für beleidigende Gesten wie das Zeigen des Mittelfingers. Verstöße werden teils mit hohen Strafen geahndet. Nicht gerne gesehen ist außerdem der Austausch von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit. Für Frauen, die ins Land kommen, gelten keine besonderen Beschränkungen. Empfohlen wird Frauen, „den örtlichen Gepflogenheiten entsprechend“ etwa in Taxis die hinteren Sitze zu benutzen.

4.Kleidung

Was man tragen darf und was nicht, ist nirgendwo vorgeschrieben. Aber is gibt durchaus Normen. Insgesamt sei bei der Kleidung „Zurückhaltung“ geboten, mahnt das Auswärtige Amt. Das heißt: sehr kurze, tief ausgeschnittene oder durchsichtige Kleidung sind in Katar unerwünscht. Als Faustregel gilt, dass zumindest Knie und Schultern immer bedeckt sein sollten.

Das Thema hat zuletzt für viel Kritik am WM-Gastgeber gesorgt. Denn: „homosexuelle Handlungen“ sind in Katar verboten und werden strafrechtlich geahndet. In einer ZDF-Dokumentation bezeichnet der kanarische WM-Botschafter Khalid Salman Homosexualität kürzlich als „geistigen Schaden“.

Der katarische Premierminister hatte der deutschen Innenministerin, Nancy Faeser (SPD), eine „Sicherheitsgarantie“ für Personen der LGBTIQ*-Gemeinschaft während der WM zugesagt. Der Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) warnt dagegen scharf: Ein Besuch der Weltmeisterschaft sei für queere Menschen eine Gefahr. Auf die vermeintliche „Sicherheitsgarantie“ könne man sich nicht verlassen.

6. Alcohol

Alkohol beziehungsweise der Konsum davon sind in Katar in der Öffentlichkeit nicht erlaubt. Es gibt aber Ausnahmen, gerade während der Weltmeisterschaft. So kann man in einigen Lodge- oder Sportbars und in speziellen Läden Alkohol kaufen. Getrunken werden darf auch beim Fan-Pageant, das die FIFA ausrichtet. Auf den Tribünen während der Spiele wird es keinen Alkohol geben.

Noch strikter sind die Regeln, was andere Drogen angeht. „Katarische Behörden pflegen eine Null-Toleranz Politik gegenüber Drogenvergehen“, schreibt das Auswärtige Amt. Der Besitz schon kleiner Mengen könne schwere Strafen nach sich ziehen, Drogenhandel könne sogar die Todesstrafe zur Folge haben. Wer mit Medikamenten ins Land reist, sollte laut der Behörde Unterlagen dafür mitführen.

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