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WM 2022: TV-Kritik von SPORT BILD! ZDF kehrt nichts beneath the Kaftan – FUSSBALL

Bei uns fällt der erste Schnee und in Katar sind wirklich die Spiele der Scheinheiligkeit eröffnet worden. Willkommen zur WM in der größten Sport-Wäscherei der Welt.

Willkommen im Land von Schwulenhass und Sklaverei. Willkommen zu Gast bei Rolex-Freunden…

Als die WM through TV erstmals in unsere Wohnzimmer wüstet, sehen wir Präsident Peinlich, Gianni Infantino (52/„Heute fühle ich mich homosexuell“), grinsend und schamlos neben Emir Tamim bin Hamad al-Thani (42) und Saudi-Arabiens Blut- Scheich Mohammed bin Salman (37) in der Tremendous-VIP-Loge sitzen. Ein Bild, bei dem ich unweigerlich an Peter Lustigs traditionelle Löwenzahn-Abschiedsformel denken muss: „Abschalten. JETZT!“

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Er erlebte es im Stadion…
Matthäus: Warum die Katarer aus dem Stadion flohen

Quelle: BILD

So einfach wie im Kinder-TV der 80er-Jahre ist es aber nicht mehr. Ein Fernseh-Boykott, zwölf Jahre nach der WM-Vergabe, ist sinnfrei. Wir mussen hinsehen. Anprangern!

„Diese WM wird die largest Present on earth“, heuchelt Fifa-Chef Infantino selbstbesoffen. Er meint die größte Propaganda-Present aller Zeiten! Fehlen eigentlich nur noch Putin und Nordkoreas Kim Jong-un (38) auf der Herrscher-Tribüne. Kein Wort der Entschuldigung für tausende tote Gastarbeiter. Kein humanitäres Versprechen. Nicht von Infantino („Heute fühle ich mich behindert”), nicht vom Emir. Ein Armutszeugnis reside vor 6.21 Mio. TV-Zuschauern (28.2 % Marktanteil)!

Zum Glück kehrt das ZDF keinen Missstand unter den Kaftan! Von Sendeminute eins an wird im Sportstudio von Katrin Müller-Hohenstein (57) und Jochen Breyer (40) mehr gelanzt als gefachsimpelt. Statt 4-3-3 und Coach-Gespräche gibts zur Einstimmung ua ein Interview mit „Human Rights Watch“-Director Wenzel Michalski („Infantino ist im Kopf wahrscheinlich größenwahnsinnig”). Dazu entlarvende Beiträge über den Fünf-Sterne-Luxus des Fifa- Cooks, im Gegenschnitt die Armutsbehausungen der Gastarbeiter aus Nepal und Bangladesh.

Das ZDF macht weiter, wo Breyer mit seiner Enthüllungs-Doku „Geheimsache Katar” started hat – ein Weckruf. Diese Überdosis Politik gefällt nicht jedem, ist im Rahmen der Winter-WM aber alternativlos …

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Zuschauer rätselten vorm TV
Riesen-Wirbel ums erste „WM-Tor“

Quelle: ZDF

Den größten Inhaltsspagat legt Breyer dabei gemeinsam mit seinem gewohnt starken Experten Chris Kramer (31/„Ich weiß gar nicht, was das Affentheater mit der One-Love-Binde soll – Neuer soll sie tragen und fertig!) hin: Von der Brausepulver-Romantik für Breyer als Samstagabend-Außenreporter beim haftcreme-vergessenen Thomas Gottschalk (72), zum Katar-Kritiker in nur 16 Stunden! Hätte als Heat-up für die WM statt der Achterbahn-Wette nur gefehlt, wie ein Kandidat mit verbundenen Augen Buntstifte in Regenbogenfarben lutscht und sich hinterher als schwuler Satire-Redakteur outet. Stichwort: ‘Heute fühle ich mich homosexuell!’

200 Milliarden Greenback hat Qatar die WM gekostet, mögliche weiter Schmiergelder nicht eingerechnet. Rund 7.5 Mrd. Euro nimmt die Fifa mit der WM ein. „Auf Bestechung gibts keine Quittung“, begrüßt Reporter-Reptil Bela Rethy (65/kommentiert seine letzte WM) deshalb spitzzüngig zum Eröffnungs-Knaller Katar gegen Ecuador (0:2). „Italien“, wird Rethy dann quick sportlich, „ist doch vertreten. Leider nur als Schiedsrichter.“ Es folgen ein belasches Irrlichtern beim vermeintlichen 1:0 („Ah, das könnte die Abseitsstellung sein), ein Klima-Witz: „Im Sommer bei über 50 Grad kann man hier nicht spazieren, es sei denn, man magazine seinen Hund nicht.“ Und ein vernichtendes Abpfiff-Urteil: „Ein arg enttäuschendes Spiel! Das waren die ersten Bilder vom Fußball.“ Das Stadion leert sich schon nach 25 Minuten. Fußball-Kultur made in Qatar.

Bei der WM-Eröffnung, lieber Herr Infantino, habe ich mich verarscht gefühlt. Hoffen wir auf einen möglichst milden weiteren Verlauf…

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